Immortaliarium: 

A Road trip to end aging.

Virtual Performance and  immersive Installation art 

Online, 2019

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TEXT: ATMOSPHÄRISCHE WEG-BESCHREIBUNG 

 

*German.

*English is coming soon.

Trotz des starken Schneesturms landet mein Flug auf dem Flughafen in Reykjavik, der Hauptstadt von Island. Nach der Zollkontrolle nehme ich meinen Koffer und gehe durch den Ausgang. Jetzt warte ich auf eine Bustour durch den Süden Islands.


Es ist 11 Uhr und der Schneesturm stoppte vor gut fünf Minuten.


Mein Bus kommt an und ich steige ein. Im Minibus begrüsse ich die anderen Teilnehmer und setze mich alleine Fenster. Gleich nach meinem Einsteigen fährt der Bus in Richtung Südküste. Durch das Fenster sehe ich relativ flache Landschaft .Es gibt kaum Bäume aber das Meiste ist bedeckt von feuchter Vegetation. Diese Reisetour ist sehr beliebt wenn man kein Auto hat. Nach rund 2 Stunden Fahrt auf der sogenannten ,Ring Road ‘‘ kommen wir am Sólheimasand an.


Es hagelt plötzlich.


Wo ist Sólheimasand? Das ist ein riesiges Sand- und Kiesgebiet entlang der Südküste Islands. Zwischen den Klippen des Landesinneren und der ‘Modern Shoreline‘. Es wurde von riesigen Vulkanausbrüchen aufgebaut, die von den Bergen bis zur Küste fegten.


Der Sand ist schwarz.


In der Umgebung kann ich keine signifikanten Siedlungen oder Dörfer finden. Das einzige von Menschenhand geschaffene Objekt, das ich an diesem Ort finden kann, ist der grosse Parkplatz. Es ist so verlassen. Es ist am Ende der Welt.

Ich stehe auf dem Betonboden neben der einzigen Autobahn. Hinter mir ist die grüne Landschaft. Noch weiter entfernt im Hintergrund liegen die enormen Berge. Davor streckt sich der schwarze Stand sich bis zum Horizont. Ich höre fast nichts. Nur die Schritte der Menschen. Komischerweise weht kein Wind, obwohl das Meer direkt vor mir ist. Aber ich rieche Feuchtigkeit. Es ist kalt und feucht.


Die Sonne scheint.


Bis zu dem DC-3 Flugzeugwrack muss man noch 3.5 Kilometer auf einem signalisierten Weg zu Fuss wandern. Ich finde nun diesem Weg kaum weil er vom Schnee bedeckt wird. Der Reiseleiter meinte, dass wir ihm unbedingt folgen sollen. Nicht den Weg verlassen. Man kann sich schnell verlaufen oder in Schwierigkeiten wegen des wechselhaften Wetters geraten.

Ich laufe und laufe bis ich die Zeit vergesse. Irgendwann liegt ein verwittertes Skelett des DC-3 Flugzugwracks auf dem endlosen schwarzen Sand vor meinen Augen.
Ich schaue meine Armbanduhr.

 

Es ist punkt 15 Uhr.

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